Hier bin ich – ein Licht in der Dunkelheit

Konfuzius hat einmal gesagt: „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“ Auf uns gläubige Christen bezogen bedeutet dies, besser selbst ein Licht zu sein und andere mit unserem Glauben anzuzünden, als sich nur darüber zu beschweren, wie dunkel die Welt doch ist, in der wir uns befinden.

Genau darum ging es am Wochenende vom 28. bis 29. September, als sich Jugendliche aus den Gemeinden Meiningen und Arnstadt in Erfurt getroffen haben. Passend zum Thema „Hier bin ich – ein Licht in der Dunkelheit“ ging es in den Nordpark, um sich dort einigen lichtbringenden Gruppenaufgaben zu stellen.

So wurde zum Beispiel den Anwesenden näher gebracht, sich auch um jene zu kümmern, die am Rande stehen, egal ob in der Gesellschaft oder in der Kirchgemeinde. Den Jugendlichen wurde zudem tatkräftig gezeigt, dass man nicht tiefer fallen kann, als in Gottes Hand. Und manchmal nutzt Gott dafür Menschen, die uns auffangen, wenn wir fallen.

Genauso wichtig ist es, als Gemeinschaft etwas bewegen zu können. Und so durften die Jugendlichen als Gruppe mit verbundenen Augen und einem Seil ein Viereck bilden. Sie mussten sich blind koordinieren. Nachdem jeder eine bestimmte Position in der Gruppe eingenommen hatte, entstand das Gebilde. Manche der Jugendlichen spielten dabei als Eck- und manche wiederrum als Stützpfeiler eine tragende Rolle.

Am Ende des Tages wurden die Jugendlichen durch liebe Gemeindegeschwister verköstigt. Doch das Grillgut musste man sich zunächst mit einem Spaziergang verdienen. Die Jugend wurde in zwei Gruppen durch den Petersberg geführt und erfuhr dazu die Geschichte von Erfurt und seine Bedeutung in Zeiten religiöser Verschiedenheiten. Fast allen Teilnehmenden wurde für die Führung durch die dunklen Gänge eine "Funzel" ausgeteilt, mit der sie sich zurechtfinden und für andere eine Lichtquelle darstellen konnten.

Der Abend klang als Musikkonzert besonderer Art aus. Die Jugendlichen teilten sich die beiden Orgeln der Gemeinde sowie das Klavier untereinander auf und vertonten bekannte Lieder des Gesangbuchs und auch Lieder der Klassik und Filmmusik auf neue Art.

Höhepunkt des Wochenendes war der Gottesdienst mit der Gemeinde, der, wie der Vorsteher betonte, als halber Jugendgottesdienst benannt werden konnte. Passend zum Thema „Licht sein“ wurde der Gemeinde näher gebracht, wie sehr doch der Heilige Geist uns beeinflusst und unsere Gaben zum Vorschein bringen kann.

Die Predigt brachte zum Ausdruck, dass jeder Mensch die Gabe besitzt, ein Licht für andere zu sein. Jeder von uns trägt in sich eine Leuchte. Doch leider nimmt hin und wieder die Intensität dieser Leuchte ab. Das besondere an unserer inneren Leuchte ist ein Ladeschalter, mit dem man die Batterien wieder aufladen kann. Durch das Wirken des Heiligen Geistes können wir diesen Ladeschalter nutzen und unsere Lichtquelle im Werke Jesu nutzen.

Das Wochenende mag für Jugend und Gemeinde ein Anstoß sein, die innere Leuchte und den Ladeschalter zu finden, den Heiligen Geist in sich wirken zu lassen und seinen Nächsten anzustecken, ebenfalls eine Lichtquelle zu sein.